
Bau- und Architektenrecht
Referent: Dr. Maximilian Jahn
Fortbildungs-Nr.: 16257700
Kaum ein konfliktbelastetes Bauvorhaben endet, ohne dass es zwischen den Vertragsparteien zum Streit über die Schlussrechnung kommt. Dies gilt umso mehr in wirtschaftlich angespannten Zeiten.
Der Streit um den Restwerklohn und etwaige Gegenforderungen bildet dabei häufig den Kristallisationspunkt sämtlicher Differenzen und Probleme des Bauvorhabens. Der Auftragnehmer bringt in der Schlussrechnung regelmäßig noch einmal alles in Ansatz, was im Rahmen der Abschlagsrechnungen nicht durchsetzbar war oder übersehen wurde – nicht selten einschließlich bislang nicht geltend gemachter oder vollständig neuer Nachtragsforderungen. Der Auftraggeber hingegen bemängelt häufig die Prüffähigkeit der Schlussrechnung und kürzt sodann erheblich. Unter Berücksichtigung von Umlagen, Mängeln, Vertragsstrafen oder sonstigen Abzügen gelangt er mitunter sogar zu dem Ergebnis, dass eine Überzahlung vorliegt.
Das Seminar soll, den Teilnehmenden dabei ein vertieftes Verständnis der rechtlichen und praktischen Grundlagen der Schlussrechnung vermitteln. Im Mittelpunkt stehen typische Konfliktfelder, die bei der Abrechnung von Bauleistungen regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern führen. Sonderfälle wie Teilschlussrechnung und Abrechnung nach Kündigung werden ebenfalls behandelt. Dabei wird die Situation sowohl aus Sicht des Werkunternehmers als auch aus Sicht des Auftraggebers dargestellt, einschließlich der Themen § 650c BGB, Leistungsverweigerungsrechte und § 320 Abs. 2 BGB, Bauhandwerkersicherungshypothek und Bauhandwerkersicherheit sowie der strategische Einsatz eines Druckzuschlags. Besonderheiten bei der Schlussrechnungsklage runden das Seminar ab.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine instruktive Arbeitsunterlage mit allen wichtigen Hinweisen des erfahrenen Referenten.
Regulärer Kostenbeitrag
305,00 € (USt.-befreit)
Ermäßigter Kostenbeitrag