Online-Vortrag LIVE: Aktuelles deutsches und grenzüberschreitendes Erbrecht im Lichte des Gesellschafts- und Steuerrechts(144107)

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Inhalt:
Grenzüberschreitende Erbfälle gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Europäische Gesetzgeber wollte mit der EU-Erbrechtsverordnung sowohl die Ermittlung des anwendbaren Erbrechts als auch die verfahrensrechtliche Abwicklung von Nachlässen erleichtern. Mit der Anknüpfung an den „letzten gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers“ als Kriterium für das anwendbare Erbrecht, die örtliche und die internationale Zuständigkeit sind jedoch neue Probleme aufgetreten. Auch das Verhältnis des Erb- zum Gesellschaftsrecht bedarf einer genaueren Betrachtung. So werden folgende Themen behandelt:

Die Ermittlung des anwendbaren Erbrechts (Art. 21 ff EuErbVO)

Die Ermittlung des anwendbaren Gesellschaftsrechts (Gründungstheorie - Sitztheorie)

Die Vererbung von Gesellschaftsanteilen (Nachfolgeklauseln, Vindikationslegate und dinglich wirkende Pflichtteilsansprüche)

Der Nachweis der Vererbung von Gesellschaftsanteilen (Europäisches Nachlasszeugnis)

Die dazu seit dem 17.08.2015 ergangene Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes und der deutschen Obergerichte wird präsentiert

Wegen der langjährigen Niedrigzinsphase ist das Familienwohnheim in den Fokus gerückt. Laut FAZ hat das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) festgestellt, dass im Jahr 2017 in Deutschland rund 6 Mio. der Haushalte über 65 Jahre eine schuldenfreie Immobilie besaßen. Geld für Reisen, Sanierungsarbeiten und/oder Pflege hätten dagegen gefehlt, so dass Teilverkäufe, Rückmietverkaufs-Varianten und Immobilienrenten im zunehmenden Maße im Vordergrund stünden. Außer den genannten Varianten werden die in der notariellen Praxis bevorzugten Immobilienübertragungen mit Vorbehaltsnießbrauch und Widerrufsrechten, vermögensverwaltenden Familiengesellschaften sowie die Sparschwein-GmbH erläutert.

Aufgrund der am 24.06.2021 beschlossenen Stiftungsreform werden auch die Stiftungsvarianten mit Satzungsmustern vorgestellt.

Mit der Arbeitsunterlage erhalten die Teilnehmer ein wertvolles Nachschlagewerk für die tägliche Praxis.
Weitere Informationen finden Sie in unseren FAQs zum eLearning
Autor:

Professor Dr. Ludwig Kroiß

Präsident des Landgerichts

Dr. Ludwig Kroiß ist seit 1987 als im bayerischen Justizdienst tätig. Mehrere Jahre leitete er Arbeitsgemeinschaften für Rechtsreferendare. Im Jahr 2001 erfolgte die Ernennung zum Richter am Oberlandesgericht München. Anschließend war er Vorsitzender einer Zivilkammer und einer Kammer für Handelssachen beim Landgericht Traunstein. Seit Januar 2006 steht er dem Amtsgericht Traunstein, wo er auch das Amt des Nachlassrichters ausübt, als Direktor vor. Herr Dr. Kroiß besitzt einen Lehrauftrag an der Universität Passau. Er ist durch eine Vielzahl von Veröffentlichungen zum Erb- und Verfahrensrecht in Erscheinung getreten Schließlich ist er Mitglied im Beirat der Zeitschrift für die Steuer- und Erbrechtspraxis und im Vorstand des Deutschen Nachlassgerichtstages.

Dr. Sebastian Spiegelberger

Notar a. D.

Dr. Sebastian Spiegelberger studierte Germanistik und Rechtswissenschaften in Berlin und München und wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität München über den zivilrechtlichen Aufopferungsanspruch promoviert. Von 1964 bis 1968 war er bei einer Rechtsanwaltskanzlei in München tätig. 1969 trat er in den Notardienst ein und war als Notar in Schweinfurt und in Rosenheim tätig. 1975 legte er die Steuerberaterprüfung ab.
Seit seiner Pensionierung als Notar im Jahr 2009 war Dr. Spiegelberger freiberuflicher Mitarbeiter bei einer Rechtsanwaltsgesellschaft mit Sitz in Rosenheim. Seine Tätigkeitsschwerpunkte bildeten dort vermögensverwaltende Familiengesellschaften und die Familienstiftung. Gegenwärtig widmet er sich der Aktualisierung der nachbezeichneten Werke.
In zahlreichen Vorträgen, seit 1982 als Referent des DAI, hat er eindrucksvoll sein großes Wissen an Seminarteilnehmer weitergegeben. Dr. Spiegelberger ist Herausgeber und Mitautor des „Spiegelberger (Hrsg.), Unternehmensnachfolge, 3. Auflage 2021“ und des „Spiegelberger (Hrsg.), Vermögensnachfolge, 3. Auflage 2020“ sowie Mitautor des „Heckschen/Herrler/Münch (Hrsg.), Beck’sches Notarhandbuch, 7. Auflage 2019“ (§ 29 Steuerrecht für Notare), des „Staudinger (Hrsg.), BGB: §§ 20-64 WEG, Neubearbeitung 2018“ (§§ 31-42 WEG) und des Werkes „Spiegelberger/Schallmoder, Die Immobilie im Zivil- und Steuerecht, 3. Auflage 2018“. Zudem ist er Mitherausgeber des Loseblattkommentars „Gosch/Schwedhelm/Spiegelberger (Hrsg.), GmbH-Beratung“.
Veranstaltungsort:
online
Veranstaltungszeiten:
9.00-14.45 Uhr (inkl. 30 Min. Pause)
Zeitstunden:
5,00 - Mit Bescheinigung nach § 15 Abs. 2 FAO (wie bei einer Präsenzveranstaltung)
Datum:
21.12.2021
Kostenbeitrag:
275,- € (USt.-befreit)
Ermäßigter Kostenbeitrag:
235,- € (USt.-befreit)
  • Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main, Rechtsanwaltskammer Bamberg, Rechtsanwaltskammer Koblenz, Hanseatische Rechtsanwaltskammer Hamburg, Rechtsanwaltskammer Zweibrücken, Rechtsanwaltskammer Thüringen, Rechtsanwaltskammer Kassel, Rechtsanwaltskammer Tübingen, Rechtsanwaltskammer Hamm, Rechtsanwaltskammer München, Rechtsanwaltskammer Braunschweig, Hanseatische Rechtsanwaltskammer Bremen, Rechtsanwaltskammer Nürnberg, Rechtsanwaltskammer Sachsen
 
175,- € (USt.-befreit)
  • Rechtsanwaltskammer Düsseldorf, Rechtsanwaltskammer Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer, Rechtsanwaltskammer Berlin, Rechtsanwaltskammer Brandenburg
Veranstaltungs-Nr.:
144107
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