Online-Kurs Selbststudium: Die nichteheliche Lebensgemeinschaft und ihre vermögensrechtliche Auseinandersetzung (092696)

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Im Jahr 2014 gab es etwa 17,5 Mio. Paare, die nichtehelich zusammen gelebt haben. In 883.000 Haushalten haben nicht verheiratete Paare Kinder betreut. Allein diese Zahlen zeigen nicht nur die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Form menschlichen Zusammenlebens, sondern auch, dass die nichteheliche Lebensgemeinschaft in großem Umfang an die Stelle der Ehe getreten ist.

Wie zahlreiche Eheleute sich nach einigen Jahren wieder trennen und scheiden lassen, haben auch zahlreiche nichteheliche Lebensgemeinschaften nicht dauerhaft Bestand. Insbesondere dann, wenn die Partner während des Zusammenlebens gemeinsam gewirtschaftet und vielleicht gar ein gemeinsames Vermögen oder eine Immobilie erworben haben, kann die Auseinandersetzung dieses Vermögens erhebliche Probleme bereiten, so dass die Beteiligten dringend anwaltlicher Beratung bedürfen. Aber auch dann, wenn es am gemeinsamen Vermögen fehlt und es nur um die Frage geht, wer die gemeinsame Wohnung weiter nutzen kann, ergeben sich Rechtsfragen, für die sie nicht selten Beratung benötigen.

Dieser Kurs versucht, die dringendsten Probleme, die sich im Zusammenhang mit der vermögensrechtlichen Auseinandersetzung ergeben, zu besprechen und Lösungswege aufzuzeigen. Das beginnt mit der Frage, ob im Vorfeld geschlossene Partnerschaftsverträge wirksam sind bzw. was bei Abschluss solcher Verträge zu beachten ist. Der Kurs befasst sich weiter mit der Behandlung der gemeinsamen Wohnung wie auch mit den Ansprüchen auf Ausgleich von Vermögensübertragungen, seien es Schenkungen oder Zuwendungen. Gesellschaftsrechtliche Anspruchsgrundlagen werden ebenso diskutiert wie bereicherungsrechtliche oder solche wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage. Schließlich behandelt der Kurs noch, ob und ggf. welche Ansprüche wegen erbrachter Arbeitsleistungen bestehen sowie den Gesamtschuldnerausgleich.

Veröffentlicht am 21. September 2017.
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Referenten:

Gerd Weinreich

Rechtsanwalt, Vors. Richter am Oberlandesgericht a. D., Oldenburg

Gerd Weinreich
Gerd Weinreich ist als Rechtsanwalt, Schiedsrichter und Schlichter tätig. Von 2007 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2014 war Herr Weinreich Vorsitzender Richter eines Familien- und Zivilsenats am Oberlandesgericht Oldenburg. Er ist Mitherausgeber des BGB-Kommentars von Prütting/Wegen/Weinreich (11. Auflage 2016), des FamFG-Kommentars von Schulte-Bunert/Weinreich (5. Auflage 2016) und des „Formularbuchs Fachanwalt Familienrecht“ von Jüdt/Kleffman/Weinreich (4. Auflage 2016). Darüber hinaus ist er Mitherausgeber der Reihe „Das familienrechtliche Mandat“ sowie Mitherausgeber und stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift „Familie und Recht (FuR)“. Als Autor im „Handbuch Fachanwalt Familienrecht“ von Gerhardt/von Heintschel-Heinegg/Klein (10. Auflage 2015) und im Staudinger Großkommentar zum BGB ist Herr Weinreich ebenfalls besonders ausgewiesen. Seit vielen Jahren ist Herr Weinreich auch in der Anwalts- und Richterfortbildung tätig. Er ist Mitglied des Deutschen Familiengerichtstag und der Wissenschaftlichen Vereinigung für Familienrecht.

Veranstaltungsort:
online
Zeitstunden:
2,5 - Mit Nachweis zur Vorlage nach § 15 FAO
Datum:
jederzeit
Kostenbeitrag:
95,- € (USt.-befreit)
Ermäßigter Kostenbeitrag:
75,- € (USt.-befreit)
  • Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer, Rechtsanwaltskammer Bamberg, Rechtsanwaltskammer Berlin, Rechtsanwaltskammer Brandenburg, Rechtsanwaltskammer Düsseldorf, Rechtsanwaltskammer Koblenz, Rechtsanwaltskammer Zweibrücken, Rechtsanwaltskammer Kassel, Rechtsanwaltskammer Tübingen, Rechtsanwaltskammer Hamm, Rechtsanwaltskammer München, Hanseatische Rechtsanwaltskammer Bremen, Rechtsanwaltskammer Nürnberg
Veranstaltungs-Nr.:
092696
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